Schlag halb zwölf Uhr machten sich die Ersten auf eine der 15 verschiedenen Strecken durch das Dorf. In ihren meist bunten Vereinsdress waren die Teilnehmer gut zu erkennen. Das Nebeneinander von Tourismus und Sport klappte perfekt. Hinter dem Anlass steckt eine internationale Orientierungslauf-Woche, zu der am Samstag in Appenzell gestartet worden ist. 200 OL-Sportler aus der ganzen Welt orientieren sich in diesen Tagen nicht nur an Hand von Karte und Kompass, sondern auch am Motto «Schweizer Käse». Da darf natürlich der «Appenzeller» nicht fehlen. Knapp 50 verschiedene Kontrollposten waren im Dorfzentrum verteilt und je nach Kategorie zu Strecken von 1.1 bis 2.9 km Länge miteinander verbunden.
Sportlicher Landammann
Nebst den meist ausländischen Teilnehmern der Tour O Swiss gingen über 300 weitere Läufer an den Start. Auffallend gross war die Zahl jener, denen auch eine längere Anreise nicht zu viel war. «Der Grund ist klar», sagt Lussmann. «Am nächsten Wochenende beginnt in Neuenburg die Senioren-WM. Gleich am Anfang findet der Sprint-OL statt. Appenzell war eine gute Gelegenheit für einen letzten Formtest.» Diese Ausgangslage sei auch Teil des Gesamtkonzeptes gewesen. Aber auch Einheimische wollten den Appenzeller Dorf-OL nicht verpassen. Allen voran Landammann Daniel Fässler holte seine OL-Erfahrungen aus der Kollegizeit aus der Mottenkiste und gewann zusammen Tochter Floreana und Sohn Moritz die Kategorie «Offen kurz» souverän. Auch Fässler äusserte sich sehr lobend über den Anlass. Der nächste OL in Appenzell ist im Mai 2011 geplant.