Appenzell. Am Donnerstagmittag fand eine würdige Gedenkfeier in der Pfarrkirche Appenzell statt. - AZMC
Pfarrkirche Appenzell: politische und gerichtliche Behörden in ihren traditionellen «Leichenmänteln», die sie nur an speziellen Anlässen wie der Landsgemeinde tragen.
(Bild: W. Kamber)
Nach dem verheerenden Dorfbrand vor exakt 450 Jahren, am 18. März 1560, habe Appenzell grosszügige Hilfe aus der ganzen damaligen Alten Eidgenossenschaft erhalten.
Das sagte Pfarrer Stefan Guggenbühl in der kirchlichen Gedenkfeier heute Mittag in der katholischen Kirche St. Mauritius. Zum Gedenken an den Dorfbrand läuten jeweils um 13 Uhr die Glocken aller katholischen Kirchen des innern Landesteils eine halbe Stunde lang. Vor 450 Jahren hätten die Menschen eine solche Katastrophe, der mehr als 100 Häuser zum Opfer fielen, als Strafe Gottes betrachtet. Heute würden die Menschen Feuer nicht nur als gefährlich erachten, sondern wüssten auch von Bibeltexten her, dass Gottes Kraft dahinterstecke. Es gelte für jeden einzelnen, ein Licht zu sein für andere Menschen. An der kirchlichen Gedenkfeier nahmen die politischen und gerichtlichen Behörden in ihren traditionellen «Leichenmänteln» teil.
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