Die Vernetzungsplattform «Facebook» ist eine der erfolgreichsten Schöpfungen im Internet. Millionen von Menschen tummeln sich dort, teilen ihren Bekannten mit, was sie gerade tun, tauschen Nachrichten, Bilder und Links - und legen durch die Mitgliedschaft in bestimmten Gruppen ein Bekenntnis für oder gegen etwas ab.
Die Jungfreisinnigen Appenzell Ausserrhoden (JFAR) laden den Regierungsrat nun in einem offenen Brief dazu ein, ein eigenes Facebook-Profil einzurichten. «Damit erhält Ausserrhoden einen direkten Draht zu den Jungen und präsentiert der Welt ohne Aufwand die Schönheit unseres Kantons», heisst es in dem Schreiben.Politische Diskussionen fänden nicht mehr nur am Stammtisch statt, und gerade bei der jüngeren Generation hätten Plattformen wie „Facebook“ (www.facebook.com) einen hohen Stellenwert. Die JFAR weiter: «Ein grosser Teil der Ausserrhoder Jugend, aber auch Millionen von Benutzern aller Alters- und Bevölkerungsschichten weltweit (inklusive zahlreicher Schweizer Organisationen und Politiker) finden sich dort ein und tauschen sich regelmässig aus.»
Um hier mit dabei zu sein, schlagen die Jungfreisinnigen vor, eine Facebook-Gruppe «Kanton Appenzell Ausserrhoden» zu gründen. Diese könne «zur Vernetzung von Ausserrhoderinnen und Ausserrhodern dienen, welche im Kanton selber oder ausserhalb leben.» Auch «Ausgewanderte» hätten hier die Möglichkeit, mit ihrer alten Heimat in Verbindung zu bleiben. Zudem sei eine solche Präsenz bis auf minimale Kosten zur Aktualisierung des Auftritts gratis für den Kanton.
Allerdings: Schon heute gibt es auf Facebook zahlreiche Gruppen rund um Ausserrhoden. Zum Beispiel «I bi Ussärrhödlär» oder auch Gruppen für beziehungsweise gegen die Wiedereinführung der Landsgemeinde. Und jederzeit könnte auch ein Privater eine Gruppe «Kanton Appenzell Ausserrhoden» begründen. Ob die Beachtung einer «offiziellen» Präsenz des Kantons auf Facebook gross wäre und eine aktive Beteiligung der Gruppenmitglieder entstünde, darf hinterfragt werden.
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