Am 29. Juli erteilte die Standeskommission der Alpgenossenschaft Alp Sigel die Betriebsbewilligung für eine neue, zweiseilige Gondelbahn. Dieser Entscheid löste eine rege Aktivität im Hintergrund aus, denn die Sennen sind sehr daran interessiert, bis Anfang Mai 2011 eine betriebsbereite und konzessionierte Anlage präsentieren zu können. Damit hätte eine lang andauernde Bewährungsprobe ein Ende: Drei Sommer lang mussten die Sennen, die parallel ihren Talbetrieb betreuen, die Alp ab dem Plattenbödeli zu Fuss erreichen – zweimal täglich zur Zeit des Melkens. Bereits in der zweiten Hälfte August wurden nun die Bauarbeiten in Angriff genommen. Zuerst werden die Bergstation und die Stützen am Grat erstellt. Der wesentlich aufwändigere Bau der Talstation wird sich bis in den Dezember hineinziehen. Der Bauverlauf ist primär wetterabhängig. Ein ehrgeiziges Ziel ist gesteckt: Nach Möglichkeit soll der Seilzug noch vor Weihnachten erfolgen. Aktuell werden die Fundamente für die Bergstation gegossen und schwere Felsanker gesetzt. Der Neubau soll allen Stürmen trotzen.