Die Reise beginnt am Sonntagmorgen, 4. Juli 2010, um 04.00 Uhr. Über Österreich und Italien erreicht der Chor am Nachmittag Postojna in Slowenien. Dort wird die grösste Tropfsteinhöhle Europas besucht. Es handelt sich dabei um ein weitläufiges Höhlenlabyrinth, das streckenweise die Dimensionen einer Kathedrale annimmt. Die skurrilen Kalkzapfen erinnern an die Kulisse eines Phantasiefilmes.
Der Anblick des Meeres ist für Einwohner eines Binnenlandes immer wieder ein erfreuliches Erlebnis. Zwei Nächte werden in Kraljevica an der Küste von Istrien verbracht. Die sommerlichen Temperaturen animieren sogar die Wasserscheuen zu einem kühlen Bad. Nach einer Schifffahrt auf die Insel Krk stimmen sich die Sänger auf das erste Konzert ein. Das findet in Tribalj im Hotel Balatura statt. Mit viel Herzblut und Geschmack haben die Besitzer des Hotels aus mehreren verfallenen Gebäuden ein Kleinod aufgebaut. Ein schönes Konzert in einer stimmungsvollen Umgebung.
Quer durch Kroatien
Das eigentliche Ziel der Reise ist der Besuch und das Konzert in Novska, dem Heimatort von Slavko Pecnik, geschätzter Chorsänger, Solosänger und Buschauffeur in einer Person. Nach einem Ausflug an die Plitvicerseen, Weltnaturerbe und bekannt als Drehort der Winnetou-Filme, wird nach Kutina gefahren. Kutina liegt zwischen Zagreb und Novska, ideale Lage für den dreitägigen Aufenthalt.
Konzerte in Zagreb und Novska Am Donnerstag bereitet sich der Chor auf das Konzert in der Kathedrale von Zagreb vor. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel wird während eines katholischen Gottesdienstes gesungen. Der Pfarrer empfängt die Mitglieder in perfektem Deutsch. Am Freitag wird das Ziel erreicht. Der Chor lernet Novska kennen und stimmet sich auf das Konzert auf dem Dorfplatz ein. Dieses Konzert ist dann auch der musikalische und emotionale Höhepunkt der Reise. Es wird von Dirigent Jürg Surber, der Solistin Suzanne Chappuis, Laseyer-Akkordeonist Dani Bösch und Violinistin Katharina Kern Surber souverän geleitet und begleitet. Die Reise unter der Leitung von Heidi Eisenhut und Slavko Pecnik brachte 52 Sängerinnen und Sänger in Kontakt mit einem fremden Land, dessen Musik, Sprache und Landschaften aber bereits nach einer Woche Erfahrungen sammeln dem Einheimischen und Vertrauten näher gekommen sind. Viele schöne Erinnerungen werden noch eine Zeitlang bleiben.
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