Spannender hätte die Ausgangslage wohl nicht sein können. Beide Teams hatten vor der Begegnung erst eine Niederlage auf ihrem Konto und da sich nur der Gruppenerste für das Aufstiegsturnier qualifiziert, mussten beide Teams unbedingt gewinnen. Das Hinspiel in Herisau verlief schon sehr umkämpft und endete mit einem knappen 24:25 Erfolg für die Gossauer. Die Herisauer verpassten es vor allem in der 1.Halbzeit sich den Gruppensieg frühzeitig zu sichern und lagen kurz vor Ende der Partie nach einer tollen 2.Spielhälfte sogar mit 2 Toren vorne.
Wie wichtig beiden Vereinen der Aufsteig ist zeigte sich darin, dass Gossau für das Rückspiel nebst Stefan Heuscher auch noch Markus Keller aufstellte und somit gleich auf zwei ehemalige NLA
St.Otmar Spieler zählen konnte.
Wie schon im Hinspiel erwischten die Herisauer den schlechteren Start. Sie aggierten viel zu nervös und fanden denn auch wärend der ganzen Partie praktisch nie zu ihrem sonst so sicheren und schnellem Spiel.
Es häuften sich Fehler an Fehler. Im Angriff wirkte der TV oft ideenlos und viel zu statisch und auch im Abschluss konnten die Herisauer nicht an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen.
So lagen sie schnell mit 1:4 in Rücklage.
Aber so schnell gaben die Gäste natürlich nicht auf und fanden vor allem über den Kampf und dank schöner Einzelaktionen in das Spiel zurück. So konnte Spielmacher Schefer in der 13. Min. zum 5:5 ausgleichen. Ausgerechnet in dieser Phase kassierten die Herisauer zwei Strafen und musste in doppelter Unterzahl spielen. So zogen die Gossauer wieder auf 8:5 davon und diesen Vorsprung gaben sie bis zur Pause nicht mehr aus der Hand, im Gegenteil.
Die Appenzeller wirkten nun völlig verunsichert und blieben als Kollektiv wie aber auch einzelne Akteure weit unter ihren Möglickeiten und dass bei Gossau zwei so routinierte Spieler auf dem Feld standen machte die Sache auch nicht einfacher. Nichts wollte mehr klappen. Weder mit Distanzschüssen noch mit Spielzügen oder mit schnellem Kombinationsspiel. Die Fehlerquote und die Fehlabschlüsse waren schon bedenklich und das nutzte der TSV natürlich eiskalt aus. So wurden die Herisauer am Ende der 1.Sielhälfte regelrecht überrollt und die Gastgeber zogen zum 17:9 Pausenresultat davon.
Zu Beginn der 2.Halbzeit vergrösserten die Gossauer ihren Vorsprung sogar auf 10 Tore zum 22:12.
Dann sassen für eine Weile Heuscher und Keller auf der Bank und siehe da... die Gastgeber erzielten über 13 Min. keinen Treffer mehr. Die Herisauer konnten dank ihren guten Abwehr, einem stark spielenden Jan Petersen und ihrem Goalie Menzi immerhin bis zum 22:17 verkürzen aber
5 Tore in 13 Min. waren eindeutig zu wenig um den TSV noch ernsthaft in Bedrängniss zu bringen denn kaum waren die beiden ex. NLA Spieler wieder auf dem Feld erzielten sie 3 Tore in Folge.
Eines muss man dem Herisauer Team um Spielertrainer Peter Siegrist zu Gute halten. Sie kämpften wirklich fast bis zum Umfallen und konnten immerhin bis zum Ende den Rückstand auf 4 Tore verkürzen aber dass genügte einfach nicht und so vergaben die Herisauer auch den 2. und letzten Matchball um den Gruppensieg aus eigener Kraft zu realisieren mit der 26:22 Niederlage gegen den neuen Tabellenführer TSV Fortitudo Gossau.
Dies ist besonders ärgerlich da die Gossauer bei beiden Spielen auch nicht so überragend wirkten egal welche Spieler auf dem Feld standen. Der TV Herisau ist zwei Mal an sich selber gescheitert da die Mannschaft an beiden Partien nicht das zeigen konnte zu was sie eigentlich fähig wäre und leider einige Spieler deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben.
Eine kleine Hoffnung bleibt. Verlieren die Gossauer noch eines ihrer letzten beiden Spiele gegen Buchs oder gegen Rorschach/Goldach wäre dank des besseren Torverhältniss der TV Herisau wieder Gruppensieger.
Leiter AVOR und Druckvorstufe Sie unterstützen und vertreten diesen in allen Belangen und gewährleisten einen funktionierenden Produktionsablauf. ... » Weiter