Zur Ausbildung der Forstwart-Lernenden am Berufsbildungszentrum Herisau gehört es, dass sie ein Herbarium herstellen. Am Donnerstag fand die Vernissage der zum Teil faszinierenden Arbeiten vor: Herbarien als massiver Eichentisch, als Baumbuch, Lokomotive und Ameisennest. In erster Linie zählte natürlich die fachliche Qualität zur Beurteilung der Arbeiten. Das Sammeln, Präparieren und Bestimmen der Pflanzen. Die 18 Lehrlinge – keiner aus Innerrhoden, drei aus Ausserrhoden, die anderen aus St.Gallen – packte aber wie jedes Jahr der Ehrgeiz, das Herbarium originell zu gestalten. Da wurden handwerkliche Toppleistungen vollbracht, Schreinerarbeiten vor allem, der eine griff aber auch zum Schweissgerät und der andere betätigte sich als Elektriker. Fachlehrer Gerry Ziegler wartete bei der Präsentation mit Zahlen auf: Alle Forstwartanwärter zusammen haben 2390 Teile gesammelt und davon 2288 oder 94% der Pflanzen richtig bestimmt. Drei arbeiteten fehlerlos. Das reichhaltigste Herbarium umfasst 196 Teile. Von der Jury und den Besuchern wurde die Arbeit von Konrad Bodenmann am höchsten bewertet. Er lernt beim Forstrevier Gais,und präsentierte seine fehlerlos bestimmten Pflanzen auf einem sehr schön gearbeiteten «Anschlagbrett». Von den Ausserrhodern erreichte Edi Anderegg aus Schwellbrunn zudem den 9. und Martin Eisenhut aus Rehetobel den 11. Platz.
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