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Di. 9. März 2010 - 11:43 Uhr
«Keiner zu Klein, ein Samariter zu sein»

AI/AR. Samaritervereine bieten neues Erste Hilfe-Programm für Schüler an. - AZMC

Samaritervereine bieten neues Erste Hilfe-Programm für Schüler an
 
Samaritervereine bieten neues Erste Hilfe-Programm für Schüler an

«Keiner zu Klein, ein Samariter zu sein»
 
«Keiner zu Klein, ein Samariter zu sein»

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Die Vorderländer Samariterlehrer haben ein neues Programm für den Erste-Hilfe-Unterricht mit Schülern erarbeitet. An der Lutzenberger Primarschule wurden die Lektionen erstmals angeboten. Eine Fortsetzung der Unterrichtseinheiten im Vorderland ist geplant.

Gefahren lauern überall, ob auf dem Schulweg, im Werkunterricht oder auf dem Pausenplatz. Deshalb haben sich die Samariter das Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schüler in die Grundsätze der Ersten Hilfe einzuführen. Der Schulunterricht ist hauptsächlich auf die Vermittlung von einfachen Verhaltensregeln zum Umgang mit Notfallsituationen ausgerichtet. Beispielsweise lernen die Kinder, welche Notrufnummern in welchen Gefahrensituationen zu wählen sind oder auch wie eine kleine Wunde fachgerecht verarztet wird. Auch die stabile Seitenlage, in welche bewusstlose Patienten gebracht werden sollen, üben die Kinder gegenseitig unter Anleitung erfahrener Samariterlehrerinnen.

«Globi» und «Sami» machen es vor
Erste Hilfe-Unterricht könnte den Leser an graue Theorie oder komplizierte Anatomie erinnern. Die Samariterlehrer des Appenzeller Vorderlandes haben sich jedoch intensiv mit der didaktischen Aufbereitung des Erste Hilfe-Stoffes auseinandergesetzt und unter Federführung von Andreas Weigele, Beauftragter für Aus- und Weiterbildung im Samariterverband beider Appenzell, kindergerechte Lektionspläne ausgearbeitet. Für die erste und zweite Primarstufe wurde das Lehrmittel «Erste Hilfe mit Globi» verwendet, was bei den Kindern grossen Anklang fand. Die Kleinsten werden auf spielerische Art und Weise mit dem Plüsch-Sami ans richtige Helfen herangeführt.

Erste Hilfe macht Schule
Die beiden Lutzenberger Samariterlehrerinnen Nicole Drach und Cony Künzler haben zwischen Januar und März dieses Jahres je einen Erste-Hilfe-Vormittag mit den Erst- bis Sechstklässlern durchgeführt. Bereits sind weitere Schulbesuche der Samariter im Kindergarten geplant. Die Samariterlehrer stellen erfreut fest, bei den kleinen Kursteilnehmern aber auch bei Lehrpersonen und Schulleitung mit dem Programm «Retten ist Klasse» auf offene Ohren gestossen zu sein. Die ersten Schullektionen an der Primarschule Lutzenberg wurden zwischenzeitlich ausgewertet und die Erkenntnisse für Verbesserungen der Unterrichtsmaterialien und Optimierung der Lektionspläne verwendet. Die Vorderländer Samariterlehrer freuen sich, weitere Schulstunden mit den begeisterten Kindern und Jugendlichen zu verbringen und auch im nächsten Jahr ihr Fachwissen an die kleinen Helfer weitergeben zu dürfen.


 
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