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Do. 11. März 2010 - 15:56 Uhr
TerraSuisse-Schweinefleisch künftig aus der Region

Ostschweiz. Die Genossenschaft Migros Ostschweiz verkauft in ihren Filialen neu TerraSuisse-Schweinefleisch aus dem Programm „Aus der Region. Für die Region.“ (AdR). - AZMC

Die Genossenschaft Migros Ostschweiz verkauft künftig TerraSuisse-Schweinefleisch  aus der Region.
 
Die Genossenschaft Migros Ostschweiz verkauft künftig TerraSuisse-Schweinefleisch aus der Region.

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Die bei den Kunden sehr beliebten AdR-Produkte spielen auch 2010 eine wichtige Rolle, das Programm ist eines der fünf Kernelemente der gesamtschweizerischen Migros-Strategie.
Seit dieser Woche findet sich in den Regalen der Ostschweizer Migros-Supermärkte TerraSuisse-Schweinefleisch mit dem bekannten AdR-Label mit der leuchtenden Sonne. Beweggründe für die Einführung sind die grosse Beliebtheit der AdR-Produkte bei den Kundinnen und Kunden, aber auch der Wille der Migros Ostschweiz, die Partnerschaft mit den Produzenten und Lieferanten in ihrem Wirtschaftsgebiet kontinuierlich zu pflegen und auszubauen. Über das Programm leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen, Thurgau und Zürich sowie im Fürstentum Liechtenstein. TerraSuisse ist das Label der Migros für naturnahe und tierfreundliche Landwirtschaft.
 
Siebenjährige Erfolgsgeschichte
 Das Programm „Aus der Region. Für die Region“ wurde in der Genossenschaft Migros Ostschweiz 2003 ins Leben gerufen. Das Produktsortiment ist kontinuierlich gewachsen, und auch die Umsatzentwicklung verläuft erfreulich. Zwar ging der Umsatz im vergangenen Jahr um 1.53 Prozent zurück, wenn man jedoch die Negativteuerung im gesamten Frische-Sortiment berücksichtigt, ist das ein sehr gutes Resultat. Insgesamt wurden 2009 11.56 Prozent des gesamten Umsatzes im Bereich Food  mit AdR-Produkten erzielt, am stärksten vertreten waren die Bereiche Blumen, Früchte und Gemüse sowie Fleisch und Fisch. „Wir freuen uns, dass wir künftig den Bedarf an TerraSuisse-Schweinefleisch mit regionalen Produkten decken können“, sagt Peter Diethelm, Leiter Direktion Supermarkt. „Es ist uns ein Anliegen, eine möglichst tierfreundliche Fleischproduktion zu unterstützen, dazu leistet das Programm „Aus der Region. Für die Region“ einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig können wir so auch Arbeitsplätze in unserem Wirtschaftsgebiet sichern.“
 
Herkunft lückenlos dokumentiert 
Der Weg eines jeden Fleischstücks lässt sich mittels einer sogenannten Losnummer auf der Einzelverpackung bzw. in den Lieferunterlagen des an der Bedienungstheke verkauften Fleisches lückenlos nachverfolgen. Die Dokumentation startet bei der Geburt eines Ferkels mit dem Anbringen der Ohrmarke und der Registrierung der Betriebsnummer in der gesamtschweizerischen Tierverkehrsdatenbank, die von der Identitas AG geführt wird. Wechselt das Ferkel vom Zucht- in einen Mastbetrieb muss dieser Schritt mit der Betriebsnummer des Mastbetriebs und dem sogenannten Einstalltag – das ist das Datum, an dem das Ferkel angeliefert wird – wiederum in der Datenbank der Identitas erfasst werden. Im Schlachthof werden der Name des Produzenten und dessen Betriebsnummer registriert sowie die Postleitzahl zur Regionsdefinition, der Vermittler, der Transporteur sowie Tag und Uhrzeit der Schlachtung. Auf dem Körper des Tiers wird die Chargennummer angebracht, mit dieser lassen sich sämtliche bis zu diesem Zeitpunkt erfassten Informationen abrufen. Die Tiere werden bei Micarna nach den erfassten Kriterien eingelagert. Für die weitere Verarbeitung können sie dann nach Region oder Label abgerufen werden. Auch die weiter verarbeiteten Fleischstücke werden mit der Chargennummer gekennzeichnet, entweder an der Transportkiste oder am Haken, an dem das Fleischstück befestigt ist. Die erfassten Daten werden regelmässig ausgewertet und auf ihre Plausibilität hin geprüft.
 
Sobald diese einzelnen Fleischstücke bei der Migros Ostschweiz zur Weiterverarbeitung angeliefert werden, erhalten sie ein internes Etikett, so der Lieferant sie nicht beschriftet hat. Die Etiketten des Lieferanten werden kontrolliert. Dabei vertraut die Migros Ostschweiz den Angaben der Lieferanten, diese sind für die Richtigkeit der gemachten Angaben verantwortlich. Der gesamte interne Verarbeitungsprozess wird ebenfalls lückenlos dokumentiert. So sind bei Produkten, die aus mehreren Inhaltsstoffen bestehen, sämtliche Bestandteile aufgeführt und es kann genau nachvollzogen werden, woher zum Beispiel die einzelnen Elemente einer Brätmischung stammen – für ein AdR-Produkt muss hierfür der Hauptbestandteil zu 100 und total ein Anteil von 75 Prozent aus der Region Ostschweiz stammen. Die Daten werden in einem Programm, das die IT-Abteilung der Migros Ostschweiz gemeinsam mit der eigenen Fleischverarbeitung und in Kooperation mit den Genossenschaften Migros Aare und Luzern in einem halben Jahr entwickelt hat, für 400 Tage gespeichert. 


 
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