58,96 Prozent der 904 Teilnehmer an der Umfrage – das entspricht rund einem Drittel aller Haushalte – wollen die Bahn abschaffen und auf den Bus umsteigen. Sie haben genug von Unfällen und Bahnlärm. Anstoss zur Umfrage der «Tüüfner Poscht» gab die Idee eines Mitglieds des Bahnbeirats, Mathias Schreier. Der Beirat soll nach dem Fehlschlag eines Doppelspur-Projekts Alternativen aufzeigen. Mitglieder sind Gegner der Doppelspur sowie Vertreter von Bahn, Kanton, Gemeinde und Polizei. Schreier schlägt eine Busverbindung als Ersatz der Schmalspurbahn vor. Die Strecke der Appenzeller Bahnen (AB) zwischen Appenzell und St. Gallen soll aufgehoben und durch einen Busbetrieb ersetzt werden. Zentral ist dabei ein Strassentunnel von der Lustmühle nach St. Gallen mit Direktanschlüssen an Autobahn A1 und AB-Bahnhof. Die AB geben sich unbeeindruckt: Sie äussern «erhebliche Zweifel an der Aussagekraft» des Resultats. Sie verweisen auf Gutachten zur Strecke Frauenfeld-Wil. Fazit: Die Bahn schneide besser ab als der Bus. Für die Grundsatzfrage Bahn oder Bus seien ohnehin der Bund sowie die betroffenen Kantone zuständig. Zur Verbesserung der Sicherheit der Ortsdurchfahrt Teufen schlagen die AB zahlreiche neue Schranken, Blinklichter und die Entfernung mehrerer wichtiger Fussgängerstreifen vor. Würde die Bahn den Takt noch verkürzen, ginge alle siebeneinhalb Minuten ein Geblinke und Gebimbel im Dorf los: «Der absolute Horror,» sagt Mathias Schreier. Die Schranken wären jeweils rund vier Minuten geschlossen. Das Dorf würde zerschnitten. Keine Lösung gäbe es für die Strecke mitten im Dorf, wo die Bahn nahe an Wohnhäusern und Läden vorbei fährt.
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