Herisau - Schwingen
hr/Thomas Mock

Armon Orlik siegt in souveräner Art und Weise

Michael Bless im Schlussgang unterlegen – Martin Roth mit erstem Teilverbandskranz am «Nordostschweizerischen»

  • Das ist die Legende
    Auch Marcel Kuster sichert sich den Kranz – dies mit einem Sieg über Michael Bernold.
  • Das ist die Legende
    Raphael Zwyssig (links) sichert sich den Kranz mit einem Sieg über Reto Schlegel.
  • Das ist die Legende
    Mit einem «Graber-Spezial» sichert sich Martin Roth seinen ersten Teilverbandskranz.
  • Das ist die Legende
    Mit seinem abschliessenden Sieg über den Innerschweizer Benji von Ah sichert sich Martin Hersche (oben) den dritten Schlussrang.
  • Das ist die Legende
    Michael Bless (unten) musste sich im Schlussgang erneut dem Bündner Armon Orlik beugen. (Bilder: Lorenz Reifler)

Zum 125-Jahr-Jubiläum des Nordostschweizer Schwingerverbandes gebührte dem Schwingklub Herisau und dem Jodelchor Herisau-Säge die Ehre, das diesjährige Teilverbandsfest in Herisau durchzuführen. Den gut 8000 Zuschauer wurde Schwingerkost vom Feinsten geboten, wobei sich die Nordostschweizer von den starken Gästen nicht im Geringsten in die Ecke drängen liessen. Die Appenzeller wussten sich ebenfalls äusserst gut zu verkaufen. Fünf Kränze, davon der erste Teilverbandskranz für Martin Roth und die Schlussgangteilnahme durch Michael Bless waren der harten Arbeit verdienter Lohn.
Michael Bless startete als einziger Appenzeller Eidgenosse erfolgreich in den Wettkampf. Mit seinem Sieg über den Innerschweizer Eidgenossen Benji von Ah legte er den Grundstein zu seinem Erfolg. Nach zwei weiteren Siegen führte er die Zwischenrangliste zur Mittagszeit gar an. Während er im vierten Gang gegen den Bündner Topfavoriten Armon Orlik noch unterlegen war, kämpfte er sich im fünften Gang mit einem Sieg über den Mitfavoriten Matthias Aeschbacher wiederum an die Spitze. Trotz der Niederlage gegen Orlik erhielt er aufgrund des stärksten Notenblattes gegenüber den gleichrangierten Domenic Schneider und Roger Rychen den Vorrang für den Schlussgang. Im Schlussgang kam es zum erneuten Aufeinandertreffen gegen Orlik. Hierbei ergriff Bless zwar umgehend die Initiative, doch schon nach etwas mehr als einer Minute musste er sich erneut geschlagen geben. Am Ende resultierte für den Gaiser der sechste Schlussrang.
Seinen ersten Teilverbandskranz sicherte sich der Herisauer Martin Roth. Mit fünf Siegen und nur einer Niederlage erkämpfte er sich seinen ersten NOS-Kranz gar äusserst souverän. Sein Wettkampf begann gut, indem er erfolgreich über den Teilverbandskranzer Remo Büchler blieb. Die Niederlage gegen Michael Rhyner, NOS-Sieger von 2015, band Roth nur kurzzeitig etwas zurück. Im Anschluss kämpfte er sich Gang für Gang wieder an die Spitze. Trotz drei weiteren Siegen war Roth nach fünf Gängen noch nicht mit Bestimmtheit kranzsicher. Mit diesem Unwissen im Hintergedanken gestaltete der Herisauer seinen sechsten Gang dennoch bestimmt und zielorientiert. Mit einem «Graber-Spezial» brachte er seinen Kontrahenten bereits früh in Bedrängnis und realisierte seinen fünften Sieg.
Als bester Appenzeller klassierte sich Martin Hersche auf dem dritten Schlussrang. Ähnlich wie Roth wies der Innerrhoder am Ende des Tages fünf Siege auf seinem Notenblatt auf. Sein Wettkampf startete allerdings weniger verheissungsvoll, musste er sich doch bereits beim ersten Griffefassen dem Emmentaler Mitfavoriten Matthias Aeschbacher geschlagen geben. Anschliessend waren allerdings nur noch Siege zu verzeichnen. Seine Spitzenposition erkämpfte er sich mit einem abschliessenden Sieg über den Innerschweizer Eidgenossen Benji von Ah. Mit einer soliden und konstanten Leistung blieben auch die weiteren Appenzeller Eidgenossen Raphael Zwyssig und Marcel Kuster kranzgeschmückt.
Doch die Appenzeller zeigten auch nebst den Kranzgewinnen eine starke Mannschaftsleistung. So gebührte acht weiteren Appenzellern die Ehre, zumindest um die Kränze schwingen zu dürfen. Während Matthias Schläpfer (gegen Daniel Bösch), Roman Wittenwiler (gegen Kilian Wenger) und Werner Keller (gegen Dominik Oertig) chancenlos blieben, war die Aufgabe für die restlichen Schwinger nicht unmöglich. Allerdings wollte das Glück nicht auf ihrer Seite liegen und sowohl Sepp Fuster, Dominik Schmid, Urs Giger, Thomas Koch, Matthias Schläpfer und Reto Koch blieben hinter den Kranzrängen. Reto Koch blieb zwar im letzten Gang siegreich, allerdings fehlte ihm trotz vier Siegen der berüchtigte Viertelpunkt zum angestrebten Kranzgewinn.