Appenzellerland
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266 Ausserrhoder Steuersünder haben letzte Frist genutzt

In zahlreichen Kantonen haben Steuersünder gerade noch rechtzeitig die Gelegenheit gepackt, versteckte Vermögen offen zu legen.

  • Das ist die Legende
    (Symbolbild: Bigstock)

Seit dem 1. Oktober ist das Versteckspiel mit dem Fiskus riskant: Seit dann nämlich gilt der Automatische Informationsaustausch (AIA). Die Schweiz tauscht mit anderen Staaten automatisch Informationen über Finanzkonten aus. Die Steuerverwaltungen kontrollieren künftig, ob die Steuerpflichtigen ausländische Konten deklariert haben. Ist dem nicht so, drohen Strafverfahren.
Bis zum 30. September gab es aber die Möglichkeit zur Reue: Steuersünder konnten eine Selbstanzeige machen und straflos bleiben. Diese Möglichkeit bestand seit dem Jahr 2010. Und jedes Jahr gab es in fast allen Kantonen ein paar mehr, die diesen Notausgang benutzten. In den beiden Vorjahren kam es in zahlreichen Kantonen zu Selbstanzeige-Rekorden.
Auch dieses Jahr flatterten bei den Steuerverwaltungen zahlreiche Selbstanzeigen ein. Rekorde werden aber aber kaum mehr gebrochen. Offenbar haben die meisten Steuersünder früh genug reinen Tisch machen wollen. Einige dafür in letzter Minute.
Mehr Bürger als im Vorjahr haben auch in Ausserrhoden die letzte Chance gepackt: 266 Personen machten eine Selbstanzeige. Im Vorjahr waren es mit 220 etwas weniger. Keine Informationen gibt es zu Innerrhoden: Der Kanton befürchtet aufgrund seiner Kleinräumigkeit, dass auf Personen geschlossen werden könnte.