Herisau
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61 Prozent machen «Stifti» — trotzdem über 100 offene Lehrstellen

Das Ausserrhoder Departement Bildung und Kultur zieht eine erfreuliche Bilanz aus der diesjährigen Befragung der Schulabgängerinnen und -abgänger aus Volksschule und Brückenangeboten: Rund 98 Prozent aller Lernenden haben einen Einstieg in die Sekundarstufe II gefunden. Aus der Volksschule werden rund 82 Prozent der Lernenden direkt in die Berufsbildung oder die Mittelschule eintreten.

  • Das ist die Legende
    82 Prozent der Schüler, die diesen Sommer die Sekundarstufe II-Schulhäuser verliessen, gehen in die Berufsbildung oder an eine Mittelschule. (Symbolbild: Archiv appenzell24.ch/H9)

499 Lernende verlassen diesen Sommer die Volksschule, davon haben nur etwa zwei Prozent noch keinen direkten Anschluss an die Sekundarstufe II. Direkt in eine Berufslehre steigen etwa 61% der Lernenden ein. Etwas mehr als 21% wählen den Weg an eine weiterführende Schule, insbesondere an die Kantonsschule in Trogen. Weitere zwölf Prozent haben sich für ein einjähriges Brückenangebot und vier Prozent für eine andere Zwischenlösung entschieden.

70 Lernende verlassen diesen Sommer das Brückenjahr. 45 davon beginnen mit einer Berufslehre und  vier besuchen eine weiterführende Schule. Alle anderen haben eine andere Übergangslösung gefunden oder gehen einer Tätigkeit ohne anerkannten Ausbildungsweg nach.

Ende Juni dieses Jahres waren 418 Lehrverträge genehmigt, im Vorjahr 449. In Appenzell Ausserrhoden stehen noch über einhundert Lehrstellen offen. Das Departement Bildung und Kultur geht davon aus, dass in den Monaten Juli und August etwa 60 weitere Lehrverträge abgeschlossen und genehmigt werden. Somit werden aber wie im Vorjahr rund 40 Lehrstellen unbesetzt bleiben.

Lernende, die derzeit noch ohne gesicherten Anschluss an die Volksschule sind, erhalten Unterstützung durch die Berufsberatung und weitere Fachpersonen.

Die Quote der Ausserrhoder Schulabgängerinnen und -abgänger aus der Volksschule mit einem direkten Anschluss (Berufsbildung oder Mittelschule) kann im Vergleich zum Vorjahr mit mindestens 82 % gehalten werden. Das Ausserrhoder Departement Bildung und Kultur beurteilt dieses als erfreulich und schätzt die grossen Anstrengungen der Jugendlichen und der am Berufswahlprozess beteiligten Personen sehr.