Ausserrhoden
kk

Idee eines Textile Design Lab wird geprüft

Bis im Sommer 2018 wird eine Machbarkeitsstudie für ein dezentrales Textile Design Lab in der Ostschweiz ausgearbeitet. Dies ist das vorläufige Ergebnis eines Ideenwettbewerbs der Kulturämter von Appenzell Ausserrhoden, Thurgau und St.Gallen. Durch eine solche Massnahme sollen das textile Erbe und die textile Innovationskraft an Sichtbarkeit gewinnen.

  • Das ist die Legende
    (Symbolbild: Bigstock)

Das textile Erbe der Ostschweiz und seine beeindruckende Wandlungsfähigkeit und Innovationskraft für eine breite Öffentlichkeit noch sichtbarer und wirksamer zu machen – das ist Ziel einer Initiative der drei Kulturämter der Kantone St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden.

Ausgehend von einem Workshop mit Textil-Fachleuten hatten die Kulturämter im vergangenen Jahr zehn Büros zu einem Ideenwettbewerb eingeladen. Gesucht war ein mehrjähriges Programm zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema «Textiles in der Ostschweiz». Das Interesse für die Textilgeschichte sollte geweckt, die Beschäftigung mit dem Thema vertieft und das vielfältige Potenzial des Textilen dargestellt werden

Die Jury mit Vertretungen der drei Kulturämter sowie Michaela Reichel, Direktorin, Textilmuseum St.Gallen, Martin Leuthold, Art Director Jakob Schläpfer und Stilexperte Jeroen von Rooijen hat nun entschieden, die Idee des «International Textile Design Lab» eines Teams um Martin Heller weiter zu verfolgen. Deren Kern: Ein Labor zwischen Kultur und Wirtschaft soll zur Anlaufstelle und zum Aushängeschild der textilen Ostschweiz werden. Dabei soll keine Parallelstruktur entstehen, sondern eine vitale Plattform, die den produktiven Austausch der textilen Akteure fördert und beispielsweise durch ein Stipendiatenprogramm auch Neues schafft.

Das Büro des erfahrenen Kulturunternehmers und Ausstellungsmachers Heller wird nun die Machbarkeit der Idee prüfen. Ziel ist es, die unterschiedlichen Organisationen und Initiativen im Textilbereich zu bündeln und zugleich dezentral organisiert zu sein. Die Ergebnisse der Studie werden bis im Sommer 2018 vorliegen.