Alpstein
KAI

Touren-Skiunfall am Säntis mit Todesfolge

Beim Absturz von zwei Touren-Skifahrern beim Gasthaushang am Säntis wurden eine Person tödlich und eine zweite Person schwer verletzt.

  • Das ist die Legende
    Das steile Gelände bei der Unfallstelle. (Bild: KAI)

Am Donnerstagvormittag meldete um 10.12 Uhr die Alpine Rettung Schweiz der Kantonspolizei Appenzell I.Rh., dass ihnen mitgeteilt worden sei, dass unterhalb vom Säntisgipfel zwei Personen abgestürzt seien. Da wegen Nebel ein REGA-Einsatz nicht möglich war, musste die Alpine Rettung zuerst mit der Luftseilbahn auf den Säntis fahren und danach zu Fuss zur Unfallstelle absteigen.
Etwa 160 Meter unterhalb des Berggasthauses Alter Säntis trafen die Bergretter und ein REGA-Arzt eine schwer verletzte Person an. Ungefähr 30 bis 40 Meter weiter unten lag eine zweite, in der Zwischenzeit verstorbene Person.
Gemäss ersten Ermittlungen beabsichtigte eine mehrheitlich aus Senioren bestehende Ski-Tourengruppe mit gesamthaft 12 Touren-Skifahrern vom Säntis über Meglisalp – Rotsteinpass ins Toggenburg zu fahren. Unmittelbar unterhalb der Galerie zum Berggasthaus Alter Säntis stürzte ein Touren-Skifahrer, rutschte ab und touchierte den sich etwa 3-4 Meter weiter unter befindenden Kollegen. Dieser stürzte ebenfalls, sodass im sehr steilen Gelände beide Touren-Skifahrer etwa 160 bis 200 Meter den Gasthaushang hinunter rutschten. Die schwer verletzte Person wurde nach der schwierigen Bergung mit der Luftseilbahn zur Schwägalp transportiert und danach mit einem Rettungsfahrzeug in ein Zentrumsspital gefahren.
Der Gasthaushang unterhalb vom Säntisgipfel weist eine Neigung von etwa 36 – 38 Grad auf. Beide abgestürzten Personen mussten in einer aufwändigen terrestrischen Rettungsaktion mittels Rettungsschlitten und einer Motorwinde auf den Säntis hochgezogen werden.
Die betroffenen Touren-Skifahrer im Alter von 73 und 77 Jahren stammen aus dem Kanton Graubünden und Zürich.
Im Einsatz standen zehn Angehörige der alpinen Rettungskolonne (ARS) Appenzell und Schwägalp, ein medizinisches Team der REGA-Basis St. Gallen, Rettungsteam vom Kantonsspital Herisau, Angestellte die Luftseilbahnbahn Schwägalp-Säntis, Care-Team AR/AI sowie die Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei Appenzell I.Rh.
Die Staatsanwaltschaft Appenzell I.Rh. hat eine Untersuchung eingeleitet.