Bühler - Fussball
hr/antonio romano

Frauen FC Bühler gegen Oerlikon/Polizei war schwierig

Zum allerletzten Spiel im Jahr 2019 reisten die Frauen aus Bühler nach Zürich zu einem der Aufstiegskandidaten.

Eine erste Schrecksekunde gab es gleich in der ersten Minute: Bühlers Abwehr war noch nicht sortiert und Leana Quarella, gut nach hinten mitarbeitend, konnte die Stürmerin mit einem guten Tackling gerade noch vor dem sicheren Einschiessen stören. Der Eckball brachte nichts ein. Die Gastgeberinnen zeigten sofort, warum sie letzte Saison nur ganz knapp den Aufstieg in die NLB nicht geschafft hatten. Gut organisiert, ballsicher und laufstark. Bühler musste viel investieren und doch waren es die Gäste die die erste Riesenchance hatten. Nach einem Freistoss von Nadja Loser kam der Ball über Simone Scherrer zu Sarina Fritsche. Letztere zielte aus bester Position über das Tor. Der hätte rein müssen. Es entwickelte sich ein gutes Spiel mit leichten Vorteilen für die Zürcherinnen. Besonders fiel die Nummer 6 im Mittelfeld, Carina Roscic, auf. Sie wechselte erst vor einigen Wochen vom NLA-Vetreter GC zu Oerlikon. Sie war Dreh- und Angelpunkt im Spiel und sie war es auch, die nach genau 30 Minuten zum 1:0 für ihre Farben einköpfte. Der FCB reagierte und Leana Quarella hatte postwendend die Ausgleichschance. Ihr Schuss ging knapp daneben. Noch vor der Pause gelang dem Tabellendritten der zweite Treffer. Schön herausgespielt versenkte die schnelle Flügelstürmerin mit einem platzierten Flachschuss.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Leana Quarella flankte zur Mitte. Der Ball gelangte zu Selina Ramelli, die wuchtig den Anschlusstreffer markierte. Man spürte, dass Bühler daran glaubte und es war nichts zu merken, dass das Team von Romano und Pfändler im Tabellenkeller platziert ist. Sie spielten weiter mutig nach vorne und hatten Chancen. Die quirlige Sarina Fritsche scheiterte an der sehr guten Torfrau der Zürcherinnen. Es wurde mehr und mehr ein offener Schlagabtausch. Bühler suchte den Ausgleich, Oerlikon die Entscheidung. So musste auch Jöelle Büchler zweimal stark retten und zweimal rettete Belinda Bischof vor einer einschussbereiten Stürmerin. Es war spannend. Acht Minuten vor Ende vergaben die Gastgeberinnen die grösste Chance, als sie im Anschluss an einen Freistoss kläglich verschossen. Letztendlich musste sich Oerlikon/Polizei noch bei ihrer überragenden Torfrau bedanken. Sie rettete mit einer Wahnsinnsparade kurz vor Ende nochmals gegen Sarina Fritsche. Und als Nadja Loser, längst vierte Stürmerin, in der Nachspielzeit zwei Meter vor der Torlinie bei Schussabgabe zum sicheren 2:2 geblockt wurde, war es geschehen. Bühler verlor auch diese Partie und das obwohl man, aufgrund der erspielten Chancen, einen Punkt verdient gehabt hätte.
Mit dieser Niederlage überwintern die Mittelländerinnen auf einem Abstiegsplatz und dürfen mit der Vorrunde nicht zufrieden sein.