Appenzellerland - Schwingen
hr/thomas mock

Fünf Kränze für die Appenzeller

Erster Kranz für Werner Keller - Orlik ohne Probleme zum vierten Kranzfestsieg

Am Sonntag duellierten sich die Nordostschweizer Schwinger in Cazis am Bündner Kantonalschwingfest einmal mehr um die begehrten Kränze. Die Appenzeller konnten sich unterschiedlich ins Geschehen einbringen, wobei am Ende fünf Athleten kranzgeschmückt heimkehrten.
Als bester Appenzeller klassierte sich der Schwellbrunner Roman Wittenwiler auf dem sechsten Schlussrang. Dies tat er mit vier Siegen, je einem Gestellten und einer Niederlage souverän. Knapp dahinter klassierten sich mit Raphael Zwyssig und Werner Keller zwei weitere Appenzeller. Während Zwyssig mit vier Siegen und Verlustpunkten gegen die Eidgenossen Fabian Kindlimann und Armon Orlik ein weiteres Eichenlaub sein Eigen nennen darf, dürfte die Freude am Kranzgewinn bei Keller etwas grösser sein. Nach mehreren Anläufen gelang dem Herisauer endlich der langersehnte Erfolg, nach ebenfalls vier Siegen, unter anderem auch gegen den Teilverbandskranzer Ursin Battaglia. Unweit hinter Zwyssig und Keller klassierten sich die Gebrüder Marcel und Thomas Kuster. Marcel hätte gar Schlussgangambitionen gehegt, wäre ihm nicht die Niederlage gegen Sandro Schlegel dazwischengekommen. Mit dem abschliessenden Sieg gegen den Thurgauer David Dumelin sicherte er sich dennoch souverän den begehrten Kranz. Thomas Kuster realisierte indes nach dem Kranzgewinn am Thurgauer seinen zweiten Kranzerfolg. Seinen Erfolg verdankte er nicht zuletzt der Punkteteilung gegen den Thurgauer Eidgenossen Stefan Burkhalter. Dank vier Vollerfolgen war er bereits nach fünf Gängen kranzsicher, trotz abschliessender Niederlage gegen den Zürcher Samir Leuppi.
Den anderen Appenzellern brachte das Viamalagebiet kein Wettkampfglück. Allen voran zog der Appenzeller Teamleader und Eidgenoss Michael Bless einen schwarzen Tag ein und geriet bereits früh aus dem Kampf um die Kranzränge. Ebenfalls unglücklich verlief der Wettkampf für Markus Schläpfer und Andrin Poltera. Am Ende fehlte beiden Athleten der winzige Viertelpunkt zum Kranzgewinn. Trotz guten Möglichkeiten gelang es im Weiteren auch weder Daniel Oertle, Andreas Inauen noch Jaime Marty, den Gegner ins Sägemehl zu legen. Auch sie mussten den Nachhauseweg ohne Kranz antreten.
Topfavorit Armon Orlik wusste in seiner Heimat sein Reich zu verteidigen. Mit Siegen unter anderem gegen die beiden Eidgenossen Roger Rychen und Raphael Zwyssig hätte ihm in der Endausmarchung gar ein gestellter Gang gereicht. Doch seinem Verbandskollegen Sandro Schlegel liess er auch im Schlussgang keine Chance und siegte bereits nach knapp zwei Minuten. Für Orlik war dieser Erfolg vor rund 2900 Zuschauern bereits der vierte Kranzfestsieg in der diesjährigen Saison.