Appenzellerland -
hr/eing.

Kranzgewinn für Hersche und Schläpfer in Schwanden

Sepp Fuster schrammt knapp an erstem Eichenlaub vorbei.

  • Das ist die Legende
    Sepp Fuster: Trotz einer starken Leistung verpasste Sepp Fuster (rechts) seinen ersten Kranzgewinn um den berüchtigten Viertelpunkt.
  • Das ist die Legende
    Hersche_Streiff: Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte Martin Hersche (links) zur Aufholjagd an und klassierte sich als bester Appenzeller auf dem dritten Schlussrang.
  • Das ist die Legende
    Reto Koch: Auch Reto Koch (oben) blieb das Eichenlaub verwehrt.
  • Das ist die Legende
    Kuster_Landolt: Trotz dem Sieg gegen Reto Landolt verpasste auch Marcel Kuster (oben) die angestrebten Kranzränge.
  • Das ist die Legende
    Schläpfer-Schlegel: Markus Schläpfer (rechts) erkämpfte sich nach einer langen Verletzungspause erstmals wieder ein Eichenlaub. (Bilder: Lorenz Reifler)

Der Innerrhoder Martin Hersche startete gar unglücklich in den Wettkampf. Die Schwingweise des Thurgauer Schwergewichts Domenic Schneider scheint dem Flankenspezialisten nur mässig zu liegen. Das Duell gegen den Kranzschwinger Dominik Streiff im zweiten Gang schien eine Formsache zu werden. Allerdings wusste sich der Innerschweizer trotz der zahlreichen Angriffe des Appenzellers geschickt zu verteidigen, nach Ablauf der Zeit und weiteren Verlustpunkten war Hersche bereits früh aus dem Rennen um den Tagessieg. Unbeeindruckt von dieser Tatsache kämpfte sich der Innerrhoder aber im Nachmittagsprogramm mit drei Maximalnoten auf den dritten Schlussrang hervor. Mit Markus Schläpfer erkämpfte ein weiterer Appenzeller das begehrte Eichenlaub. Seine Stärke spielte er insbesondere im geschickt geführten Gang gegen den langjährigen Ostschweizer Dominatoren Daniel Bösch aus, als er diesem einen Gestellten abknöpfen konnte. Dank vier Siegen und einem weiteren Unentschieden zu Beginn des Wettkampfes, gelang ihm nach einer langen Verletzungspause erstmals wieder ein Kranzgewinn.
Einen eindrücklichen Wettkampf zeigte der Innerrhoder Sepp Fuster. Den Grundstein dafür legte er bereits im zweiten Gang, als er den Zürcher Teilverbandskranzer Andreas Gwerder bodigte. Nach zwei anschliessenden Niederlagen kämpfte sich der Innerrhoder beherzt nach vorne. Mit der Maximalnote im letzten Gang durfte er auf seinen ersten Kranzgewinn hoffen. Leider kam ihm die berüchtigte 18%-Regel in die Quere. Diese besagt, dass im Maximum 18% aller angetretenen Schwinger kranzberechtigt seien. Weil Fuster seinen erkämpften Rang mit sechs weiteren Schwingern teilen musste, überschritt er diese besagten 18 Prozent und muss weiterhin auf seinen ersten Kranzgewinn hinstreben. Auch Reto Koch und Marcel Kuster blieb das Eichenlaub verwehrt. Während Koch gegen den Zürcher Hünen Samir Leuppi ohne Chancen blieb, gelang es auch Marcel Kuster nicht, seinen Gegner Ruedi Eugster auf die gültige Seite zu drehen. Mit den geteilten Punkten blieb in der Folge auch er ohne Kranz.
Seinen ersten Kranzfestsieg in der laufenden Saison sicherte sich der Bündner Armon Orlik. Im Schlussgang bezwang er den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider bereits im ersten Zug mit Kurz und Nachdrücken am Boden.
Mit dem Bruederschwinget im zürcherischen Bachenbülach fand zeitgleich auch ein Rangschwinget statt. Mit vier Siegen, einer Niederlage und einer Punkteteilung sicherte sich der Hundwiler Dominik Schmid als bester Appenzeller den dritten Schlussrang. Ebenfalls in die Auszeichnungsränge kämpften sich die weiteren Appenzeller Jaime Marty, Roman Ackermann, Erich Dörig und Werner Keller. Im reinen Zürcher-Schlussgang behielt der Winterthurer Beda Arztmann die Oberhand über Shane Dändliker. Für den Winterthurer ist dies gleichbedeutend mit dem ersten Festsieg bei den Aktiven.