Herisau - Schwingen
hr/Thomas Mock

Kuster triumphiert am Obedschwinget

Herisauer Obedschwinget fest in Appenzeller Händen

Am Samstag duellierten sich die Appenzeller an einem für sie kranzfestfreiem Wochenende am Herisauer Obedschwinget. Während die Jungschwinger während des Tages für spannende Wettkämpfe sorgten, avancierte das Fest der Aktiven zu einem weitgehend internen Trainingswettkampf. Die beiden erst noch an Auffahrt zusammen am Baselstädter Kantonalschwingfest angetretenen Appenzeller Marcel Kuster und Martin Roth trafen im Gegensatz dazu bereits im ersten Gang aufeinander. Die äusserst gute Kenntnis des Gegners war wohl weder für den einen noch anderen Schwinger förderlich, entsprechend neutralisierten sich die beiden Appenzeller, der Gang endete gestellt. Im Anschluss waren dann aber sowohl Kuster als auch Roth die nominell stärksten Schwinger auf dem Platz und schienen von ihrem Ernstkampf an Auffahrt erholt. Beide vermochten alle ihnen zugeteilten Gegner in die Schranken zu weisen und standen sich also im Schlussgang gegenüber, den Eidgenosse Marcel Kuster für sich entschied.
Das Obedschwinget war, abgesehen der beiden Schlussgangteilnehmer, fest in Appenzeller Hand. Von den 62 angetretenen Schwinger waren gerade mal 12 Gästeschwinger im Teilnehmerfeld vorzufinden, wovon gerade mal deren drei, die Auszeichnung erkämpfen konnten. Entsprechend verblieben auch die restlichen Gänge einem mehrheitlich internen Trainingswettkampf. Im dem dritten Rang standen die beiden Innerrhoder Patrick Schmid und Reto Koch, gemeinsam blieb ihnen allerdings die Niederlage gegen Marcel Kuster. Auf den weiteren Rängen folgten mit Thomas Kuster, Matthias und Markus Schläpfer, Werner Keller und Sepp Fuster die weiteren Appenzeller. Werner Keller rangierte als bester Nichtkranzer und mit vier Siegen auf dem fünften Schlussrang. Der Berner Oberländer Hansueli Schütz verblieb als bester Gästeschwinger auf dem achten Schlussrang.
Während des Tages hatten sich die Jungschwinger gemessen. In drei von insgesamt vier Kategorien konnten die Appenzeller den Sieg sichern. Die Kategorie der Ältesten (2004/2005) dominierte der Gaiser Silvio Hinrichs mit sechs einwandfreien Siegen. In der Kategorie 2006/2007 profitierte der Gontner Ramon Mock vom gestellten Schlussgang zwischen dem Schwellbrunner Mathias Jäger und dem Wattwiler David Kaiser. Der Waldstätter Philipp Müller musste in der Endausmarchung der Kategorie 2008/2009 zwar das bessere Ende seinem Gegner überlassen, in der Endabrechnung reichte es ihm aber zum wohlverdienten Ehrenplatz. In Kategorie der Jüngsten (2010/2011) obsiegte in einem reinen Appenzeller-Schlussgang Philipp Höhener, seinem Klubkollegen und Schlussgangverlierer Kevin Sutter reichte es ebenfalls zum Ehrenplatz.