Wolfhalden
hr/isabelle kürsteiner

Peter Eggenberger und Ernst Züst zu Ehrenbürgern ernannt

Den beiden Journalisten wurde am Sonntagabend in der Kirche Wolfhalden von Gemeindepräsident Gino Pauletti das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Landammann Alfred Stricker zählte im Ausland und in der Schweiz Geehrte auf, um dann auf die Vorderländer zu kommen:  Ueli Jüstrich, Carl Lutz, Peter Eggenberger oder Ernst Züst hätten alle aussergewöhnliches geleistet. Er freue sich deshalb, an diesem besonderen und sicher nicht alltäglichen Anlass die Grussworte der Regierung nach Wolfhalden zu bringen. Die beiden Geehrten hätten sich mit zwei Schwerpunkten verdient gemacht, die gerade heute nicht hoch genug gewichtet werden könnten: Humor und Geschichte. „Mit ihrer langjährigen Tätigkeit haben die beiden Geehrten dem Grundsatz nachgelebt, dass Geschichte eben aus vielen, vielen Einzelgeschichten besteht. Dank Ernst Züsts unermüdlichen Einsatz hat er nicht nur der jetzigen, sondern auch den folgenden Generationen möglich gemacht, dass im Museum Wolfhalden Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes greifbar und begreifbar wird.“
„Peter Eggenberger hat einerseits mit der unermüdlichen Sammlung und Verbreitung von Geschichten und Anekdoten aus dem Vorderland Geschichtsschreibung betrieben. Er hat dafür gesorgt, dass nicht nur Humor, sondern auch Witz dank dem Witzwanderweg seit Jahren fest im Vorderland verankert ist. Ich gratuliere den beiden Herren zur grossen Ehre. Ehrenbürgerschaft ist für euch lebenslänglich und ab heute fixer Inhalt der Gemeindegeschichte von Wolfhalden.“
Auf Initiative von Ernst Züst bildete sich im Juli 1977 ein Komitee für die Gründung eines Ortsmuseums. Es folgte die Gründung eines Museumsvereins, der im kommenden Jahr vom Jubilar 40 Jahre präsidiert wird. „Seit vierzig Jahren ist Ernst Züst Motor und Seele des Museums Wolfhalden“, sagte Laudator Marcel Steiner, Schwellbrunn. Er habe daraus ein Kleinod in der Appenzeller Museumslandschaft, ein Kulturgüterarchiv, eine Stätte der Wissensvermittlung, ein Ort der Begegnung, ein wichtiges Instrument zur Förderung lokaler und regionaler Identität gemacht. Ausserdem rettete Züst als Vorstandsmitglied des Heimatschutzes Appenzell Ausserrhoden die bemalte Stube der Alten Mühle Wolfhalden. Weiter schrieb Ernst Züst lokalhistorische Beiträge für die Tageszeitungen, Broschüren sowie Gemeindegeschichten.
Peter Eggenberger und die Brüder Ernst und Walter Züst verfassten gemeinsam die Chronik der Gemeinde Walzenhausen.